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In Zeljkos Pension werden wir sehr herzlich empfangen. Da für den Abend der Besuch des den meisten schon bekannten Fischlokals im Hafen von S. Margherita vorgesehen ist, haben wir noch etwas Zeit, uns auf der umrankten Terrasse zu erholen. Als Uwe zwei Flaschen sardischen Vernaccia aus der Tasche zaubert, rührt er natürlich an Zeljkos Stolz: In seinem Haus gibt es istrischen Wein. Sofort machen er, Roland und Uwe sich auf den Weg und kommen auch bald wieder zurück: Zum Erstaunen aller trägt Roland keine Flaschen, sondern einen Weinkanister in der Hand. Wohlgemerkt: einen Kanister! Aus Plastik! Und da ist Wein drin!!! Gab es da nicht in Oristano anläßlich einer ähnlichen Situation Kommentare? Von wegen Wein und Plastik?
Abends im Fischlokal lernen wir den Kapitän kennen [nicht ganz zufällig: Wieder einmal hat Zeljko seine Finger im Spiel], der uns am nächsten Tag von Lanterna nach Porec schippern wird. Zuvor aber genießen wir die gegrillten Fischspezialitäten und das gesamte Ambiente des Lokals. Die Standhaften machen anschließend noch einen Bummel durch mehrere Lokalitäten [unter Zeljkos Führung], wobei uns auch ein Disko-Besuch nicht erspart bleibt.
Am nächsten Tag also mit dem Schiff nach Porec. Es ist eine schöne, eine interessante Stadt, die mittlerweile - wieder - ganz auf den Fremdenverkehr ausgerichtet ist und das Beste daraus macht. Dies gilt genau so auch für die anderen beiden Städte, die wir am nächsten Tag ebenfalls mit einem Schiff ansteuern: Auf einer Ganztagestour geht es zunächst nach Rovinj, wo wir gut eine Stunde zum Stadtbummel haben, anschließend mit Verpflegung an Bord zurück zum Limfjord und nach Vrsar. Auch diese Stadt können wir uns gut eine Stunde lang anschauen, bevor das Schiff wieder zurück nach Porec fährt. Den Rest des Tages gestaltet Zeljko mit einem unglaublich reichhaltigen Grillabend. Zum Platzen satt fallen wir in die Betten, die einen etwas eher, die anderen erst morgens in der Frühe.
Auch der Abflug aus Vrsar am nächsten Morgen verzögert sich wegen diverser Vorbereitungen, so dass wir erst gegen 11.00 Uhr starten. Zunächst nehmen wir in Formation noch einmal Kurs nach Norden auf den Wohnort unserer Gastgeber, bevor die schnellere Bonanza abdreht und über Krk östlich Richtung Zagreb zur ungarischen Grenze entschwindet. Eine sehr bewaldete, grüne Hügellandschaft erstreckt sich im Hinterland Kroatiens, welches wir uns karstiger vorgestellt hatten. Vom Plattensee in Ungarn an wird die Landschaft sehr flach, das Bild ist von der Landwirtschaft geprägt. Ein Tankstopp wird in Fertözentmiklos nahe der österreichischen Grenze eingelegt und von dort geht’s nach Hradec Kralove [Königsgräz], wo wir schon drei Jahre zuvor im Rahmen der Himmelfahrtstour gewesen sind.
Auch diesmal sind wir wieder von der Stadt begeistert: Der Innenstadtbereich ist sehr gut restauriert und hat eine einmalige Ausstrahlung durch die besondere Lage der beiden Plätze, die von Bogengängen und Häusern mit wunderschönen Fassaden umgeben sind.
Der Rückflug am Dienstag beginnt mit einer kleinen Panne, da die Bonanza nicht anspringen will. Erst kraftvolle Unterstützung mit dem APU-Stecker verhilft dem Motor zur Bewegung. Dem Besitzer des Vogels ist dies sichtbar peinlich, zumal auch der Abflug aus Fertözentmiklos schon kurzfristige Aufregung wegen einer versehentlich gezogenen Fahrwerkssicherung gebracht hatte. Letztlich läuft die Maschine dann aber doch wieder rund und störungsfrei bis nach Eisenhüttenstadt. Von dort geht es bei sehr durchwachsenem Wetter an Stendal und Celle vorbei zurück nach Mariensiel, wo ausnahmsweise einmal die Piggi vor der Bonanza landet. Die Gründe hierfür lassen wir einmal der freien Interpretation eines jeden Teilnehmers anheim gestellt.
Abschließend geht ein ganz, ganz dickes Dankeschön an den Chief, der nicht nur viel Arbeit in Planung und Vorbereitung gesteckt hat, sondern mit dieser Bande auch kein leichtes Los gezogen hat.
Uwe, wir danken Dir für
4 Wochen Urlaub in nur 10 Tagen!
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