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Sportfluggruppe Oldenburg e.V.

Oristano - Elba - Vrsar

In Oristano bleiben wir drei Tage. Hans, ein Freund von Mike, hat uns ein Quartier in einer Ferienanlage besorgt; dort bewohnen wir vier Appartements mit direktem Anschluss an das allabendliche Animationsprogramm.
Gleich am ersten Tag vereinbart Mike - auf speziellen Wunsch eines einzelnen Herrn -  mit dem Küchenchef, dass er uns am letzten Tag ein Spanferkel zubereiten wird. Die Zwischenzeit verbringen wir mit der Erkundung der näheren und ferneren Umgebung Oristanos: Die Besichtigung einer Cantina mit ihren uralten Weinfässern inclusive einer Verköstigung des dortigen Vernaccia gehört zur näheren Umgebung, zwei Tagesausflüge ins Landesinnere und nach Alghero zur weiteren Umgebung.

Barumini mit der am besten erhaltenen Nuraghen-Anlage ist das erste Ziel. Die Autofahrt führt über Fordungianus [Thermenanlage aus der Römerzeit] nach Sorgono und nach einer Mittagspause von dort südlich nach Barumini. Das kulturelle Programm stößt auf unterschiedliches Interesse bei der Besatzung; manch einer entzieht sich der Führung und ist hinterher in der Bar wieder anzutreffen. Den Abend verbringen wir auf Einladung von Klaus in einem Fischlokal, dessen Adresse Roland aufgetrieben hat und das typisch sardisch sein soll. Wir treffen auf einen kauzigen Wirt, dessen Auftreten zwischen Originalität und Unverschämtheit schwankt, meistens zugunsten letzterer.
Alghero erhält tags drauf mehr Aufmerksamkeit als Barumini, sei es wegen des reizvollen Hafens oder wegen der Geschäfte, die mit allerlei sardinientypischen Touristenartikeln wie handgeschmiedeten Messern und Korallenschmuck aufwarten.
Die Rücktour soll an einen Strand zwischen Alghero und Oristano führen, hierfür wird Picnic-Bedarf eingekauft und die Mini-Karawane begibt sich auf den Trek nach Süden. Leider hängt das führende Fahrzeug das folgende ab und leider findet sich in ersterem niemand, der auf die Idee kommt, sein Mobiltelefon anzuschalten. So bleibt der zweiten Fahrzeugbesatzung nichts anderes übrig, als einen geregelten Rückzug ins Quartier anzutreten, wo kurze Zeit später auch die Ausreißer eintreffen.
Das abschließende Spanferkel-Essen versöhnt dann aber die Crew, zumal Roland vorher noch den Weg zu der Cantina wiedergefunden hat und den Wein des Abends spendiert.
Die Abreise am nächsten Morgen verzögert sich um unerhebliche 1 1/2 Stunden, da komplettes Missmanagement der Ferienanlagen-Rezeption das Bezahlen nahezu unmöglich macht. Auch hier ist -  ähnlich wie am Flugplatz in Propriano - ein deutlicher Optimierungsbedarf im Umgang mit der Kundschaft auszumachen.

Die nächste Flugroute führt quer über die Insel an deren Ostküste, wo in der Nähe des Ortes Tortoli die Piggi und die Bonanza ein gutes Stück gemeinsam die Küste entlangfliegen. Die Luft ist ruppig und schüttelt die Flugzeuge durch, was sich besonders in der Bonanza mit dem V-Leitwerk dahingehend bemerkbar macht, dass kein vernünftiges Bild von der Piggi geschossen werden kann. Wer auch immer den Begriff ‘Rüttelfalke’ geprägt haben mag; seit jenem Trip haftet er der Bonanza an.

Nach einem Tankstopp wiederum in Figari folgt der Kurs der Ostküste Korsikas, um in Höhe von S. Nicolao mit direktem Kurs auf Elba zu wechseln. Marina di Campo ist schnell in Sicht, wir aber umfliegen erst noch die gesamte Insel, bevor wir von der Meeresseite her bei ganz leichtem Gegenwind landen.
Ein Quarti er in einem vollkommen neu eröffneten Hotel direkt in Marina di Campo können wir vom Flugplatz aus organisieren und so dauert es nicht lange, bis wir auf der Hotelterasse sitzen und dem Treiben auf der Straße zusehen. Sogar eine Flasche Prosecco wird auf einem unserer Tische gesichtet.

Der Preis für den Treibstoff kann uns am nächsten Tag nicht mehr schocken: Wir hatten das Schild schon nach der Landung wahrgenommen und uns so unsere Gedanken dazu gemacht: Ein Liter AVGAS für 2,51€ [Ende Juli 2005]! Dazu sehr unfreundliches Personal, das uns durch sein Verhalten das Gefühl gibt, dass Privatflieger in Marina di Campo sehr unwillkommen sind. Nun, wenn man uns dort nicht will, dann fliegen wir eben nicht mehr hin. So einfach kann man seine Clientel vergraulen [Nachtrag: Eine Beschwerde per eMail führte zu einer promten Reaktion. Demnach gibt es über eine frühzeitige Buchung  die Möglichkeit, am Airfield Elba preiswerter und auch freundlicher bedient zu werden. Genaueres unter den abschließenden Tipps.].
Von Elba aus überqueren wir die Toscana, steuern Siena an und nehmen Kurs auf Urbino in Umbrien. Von dort lassen wir uns an die Küste südlich von Fano fallen und steuern quer über die Adria auf Losinj zu, wo wir wieder Sprit aufnehmen. Der Preis diesmal mit 1,01 Euro deutlich gnädiger als zuvor auf Elba.
Der Aufenthalt in Losinj ist nur kurz, denn in Vrsar wartet bereits Zeljko, den wir nun schon zum dritten Mal heimsuchen. Quer über die Landebahn von Pula hinweg geht es Richtung Rovinj und dann über den Limfjord direkt in den Gegenanflug der Landebahn von Vrsar. Dort legen wir die Schwimmwesten ab, die wir seit Aix-en-Provence auf jedem unserer Flüge angelegt hatten, und genehmigen uns zunächst einmal ein [und noch ein zweites] Bier. Dann lassen wir uns in die Sitze der Autos von Zeljko und seines Freundes fallen und nach Tar bringen, wo wir in der Pension von Zeljkos Frau Cisca jeder ein Zimmer bekommen.

weiter zum dem letzten Teil

Edited: 2010-July-13

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