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Sportfluggruppe Oldenburg e.V.

Flugplätze und Handling

Die Flugplätze

EDTG, EDME und EDDE: Alle drei deutschen Flugplätze auf unserer Tour sind empfehlenswert. In Bremgarten waren wir gerade gelandet und noch nicht einmal von der Piste runter, da wurde uns auch schon ein Stellplatz in einer Halle angeboten. Heinz Korella, der am Flugplatz einen UL-Betrieb mit Flugschule betreibt, hatte unser Kommen über Funk mitgehört. Da die labile Wetterlage durchaus gewitter- und hagelträchtig erschien, nahmen wir das Angebot dankend an und wurden auch bei der anschließenden Hotelsuche unterstützt. Sogar den Transport zum Hotel übernahm Korella; da drängten sich Erinnerungen an unsere USA-Flugerfahrungen auf, wo freundlicher Service einfach dazugehört. Aus dieser Sicht ist Bremgarten sehr empfehlenswert. Auch ansonsten gibt’s nichts zu meckern, aber Achtung: Den Sprit mussten wir bar bezahlen! Ähnlich zuvorkommend erlebten wir Eggenfelden, auch hier erhielten wir ungefragt einen Hallenplatz und Hilfe bei der Unterkunft.

LFTW: Über den Flughafen Nîmes-Garons gibt es wenig Aufsehenerregendes zu berichten, außer dass RyanAir dort landet und der Tankwart deswegen eine halbe Stunde beschäftigt war. Der Herr am GAT zeigte sich sehr hilfreich bei der Hotelsuche und hatte auch einen Taxifahrer zur Hand, der uns in die Stadt brachte.

LIMG: Sehr freundlicher Telefonkontakt auf Italienisch mit dem Flughafenmanager, der uns - während wir noch in Nîmes sind - bereits Hotelzimmer in Alassio sowie ein Taxi besorgte.

LIRU: Nach der Landung waren wir etwas orientierungslos auf der Suche nach dem GAT oder zumindest nach einem Ausgang. Nachdem wir fündig wurden, gab es auch hier in Rom keinerlei Probleme: Ein Hotel hatten wir bereits reserviert, der Herr vom GAT besorgte uns das Taxi. Beim Abflug trafen wir noch einen Piloten, der sich als Piggi-Fan erwies, angeblich war er Vorstand von Piaggio.

LIRI: In Salerno wird man von einem sehr freundlichen und hilfsbereiten Team empfangen. Wir hatten bereits am Vortage von Rom aus dort angerufen und wurden von Ferdinando Vigorita und Marilu d'Arco vorbildlich beraten und betreut. Auch als wir zum zweiten Male in Salerno landeten, ergab sich das gleiche Bild: Die Flughafencrew war sehr hilfsbereit, ruhig und freundlich. Der Flughafen befindet sich zurzeit im Aus- und Umbau. Hoffen wir, dass die Stimmung am Platz so bleibt, wie wir sie vorgefunden haben.

LICR: In Reggio Calabria landen nur selten Privatflieger, entsprechend stellten wir Verunsicherung fest: Einerseits hilfsbereit und locker im GAT, welches sich als verräucherter Aufenthaltsraum der Marshalls erwies, andererseits übertrieben dienstgenau seitens des Herrn vom Zoll, der uns eigentlich, da wir aus Salerno kamen, ganz locker hätte durchwinken können. Stattdessen wurde jede Tasche wortlos durchsucht.

LIBR: Die Empfehlung für Brindisi tauchte in einem Bericht im Aerokurier vor ca. 1 1/2 Jahren auf. Dort wurde LIBR als Tankstopp mit einer Cessna beschrieben. Als wir den Flug für das letzte Jahr - also 2008 - planten, wies die AIP für Brindisi auch noch AVGAS auf. Mittlerweile gibt es dort kein AVGAS mehr! Unser Fehler: Brindisi ist der einzige Flughafen, bei dem wir uns nicht vorher telefonisch nach der Tankmöglichkeit erkundigt haben, und wir haben uns zu sehr auf die letztjährige Flugvorbereitung und den Bericht im Aerokurier verlassen. Eine Emailanfrage, die wir im Mai anlässlich der Tourvorbereitung an Brindisi gerichtet hatten, blieb unbeantwortet. Doch das eigentlich Ärgerliche kam nach unserer Landung: Nachdem feststand, dass Benzin dort nicht zu haben war, mussten wir leider eine Bodencrew erleben, die uns ignorant bis ablehnend behandelte. Wir waren Störenfriede im Betriebsalltag und das ließ man uns spüren. Nur mühsam gelang es uns nach gut 1 1/2 Stunden, die Vorgesetzte der Crew zu sprechen, und auch diese ließ uns gut eine weitere Stunde warten, um uns dann lapidar mitzuteilen, dass wir in Foggia würden tanken können, dort aber wegen Umbauarbeiten keinen Stellplatz bekommen würden. Immerhin war diese Vorgesetzte im Tonfall angemessen.

LIBF: Von Foggia wussten wir dank der Information in Brindisi, dass wir nur tanken konnten. Doch leider erlebten wir auch hier wenig Erfreuliches. Noch während wir mit Pescara (kein VFR-Anflug möglich wegen des G8-Gipfels) und Ancona (unklar, ob wir über Nacht einen Stellplatz bekommen, aber immerhin sehr freundlich am Telefon) telefonierten, tauchte ein weiblicher Marshall auf und forderte uns definitiv auf, sofort abzufliegen, da der Platz an der Tankstelle von uns blockiert werde. Auf unseren Hinweis, dass wir noch keine Zusage für einen Stellplatz in Ancona hätten, reagierte sie mit Schulterzucken und bestand darauf, dass wir unverzüglich abfliegen. Den Flugplan mussten wir über Funk aufgeben, zum Ausfüllen des Formulars wurde uns keine Zeit gegeben.

Zwischenfazit: Betrieben werden die beiden Flugplätze in Brindisi und Foggia von der Gesellschaft “Aeroporti di Puglia”. Hoffentlich und wahrscheinlich sind unsere Erfahrungen nicht repräsentativ. Dennoch sollte sich die Gesellschaft Gedanken darüber machen, wie man mit einem Teil seiner Klientel, nämlich der Allgemeinen Luftfahrt, umzugehen gedenkt. So, wie wir an beiden Plätzen das Handling am Boden erlebt haben, können wir niemandem guten Gewissens das Anfliegen eines der Plätze empfehlen.
Erwähnt werden soll auch noch, dass die Kontakte mit Tower und Approach an beiden Plätzen vollkommen in Ordnung waren.

LDLO: Losinj ist VFR-Verkehr gewöhnt, wir waren nun bereits zum dritten Male dort und stellen auch in diesem Jahr fest, dass die Abwicklung unaufgeregt und professionell bei gleichzeitig gelöstem Ton erfolgt.

LHFM: Diesem Platz merkt man an, dass er von privater Hand geführt wird. Auch hier waren wir bereits zum dritten Mal und stellten fest, dass man dort willkommen ist.

 


 

Fazit: Die schlechten Erfahrungen in Brindisi und Foggia sind definitiv eine Ausnahme. Leider bleiben solche Erinnerungen hängen und überdecken die vielen guten Erfahrungen, die wir auf allen anderen Plätzen gemacht haben.

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Edited: 2010-July-13

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